2006
Die Von Behring-Röntgen-Stiftung wird vom Land Hessen am 8. September 2006 als rechtsfähige Stiftung des bügerlichen Rechts mit einem Stammkapital von 100 Millonen Euro errichtet. Ziel ist die Förderung der Universitätsmedizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Philipps-Universität Marburg. Als Vorstandsmitglieder werden als Präsident Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard, Staatssekretär a.D., und als Vizepräsidenten Prof. Dr. Hans-Dieter Klenk und Prof. Dr. Friedrich Grimminger bestellt.
2007
Die Stiftung richtet ihre Geschäftsstelle im Marburger Landgrafenschloss ein. Bereits im Dezember 2007 nimmt sie zum ersten Mal Förderanträge entgegen. Mit über 100 eingereichten Anträgen ist die Resonanz auf die Ausschreibung sehr positiv.
2008
Der wissenschaftliche Beirat konstituiert sich im Februar 2008. Die Stiftung spricht erstmals Förderzusagen aus. Bewilligt werden in der ersten Förderrunde 10 umfangreiche Forschungsprojekte, ein Von Behring-Röntgen-Fellowship, zwei Symposien und drei Reisebeihilfen. Insgesamt stellt die Von Behring-Röntgen-Stiftung in ihrer ersten Förderrunde rund 2,6 Millionen Euro zur Verfügung.
2009
Mit rund 1 Million Euro werden in der zweiten Förderrunde acht medizinische Forschungsvorhaben mit Laufzeiten von bis zu drei Jahren unterstützt. Von Allergieprävention im Kindesalter bis zur Entwicklung neuer diagnostischer Verfahren zur Erkennung der Alzheimererkrankung reichen die Themen der Projekte, die der zweiten Förderrunde erfolgreich waren. Zusätzlich vergibt die Stiftung ein Von Behring-Röntgen-Fellowship in Höhe von 600.000 Euro und beteiligt sich mit jeweils bis zu 50.000 Euro an zwei Von Behring-Röntgen-Symposien.
Erstmalig vergibt die Stiftung Von Behring-Röntgen-Nachwuchspreise und ehrt damit herausragende Leistungen auf dem medizinischen Gebiet. Die mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro verbundenen Auszeichnungen gehen an die Wissenschafler Dr. Malgorzata Wygrecka aus Gießen und Dr. Thomas Strecker aus Marburg.
2010
14 Forschungsprojekte mit einem Fördervolumen von insgesamt 1,7 Millionen Euro werden in der dritten Förderrunde der Von Behring-Röntgen-Stiftung gefördert. Dabei reichen die Themen von neuen Verfahren zur Erkennung von Epilepsien über die Qualitätssicherung bei Magnetresonanztomographie bis zu Netzhauterkrankungen.
Mit Von Behring-Röntgen-Nachwuchspreisen werden Dr. Stephanie Lefèvre aus Gießen und Dr. Ivica Grgić aus Marburg geehrt. Erstmals verleiht die Von Behring-Röntgen-Stiftung eine Von Behring-Röntgen-Forschungsmedaille für die Lebensleistung eines herausragenden Wissenschaftlers in der medizinischen Forschung. Preisträger ist der Gießener Anatom Prof. Dr. Dres. h.c. mult. Andreas Oksche.
2011
Rund 1,6 Millionen Euro stellt die Von Behring-Röntgen-Stiftung in ihrer vierten Förderrunde für neun medizinische Forschungsprojekte an der Philipps-Universität Marburg und der Justus-Liebig-Universität Gießen bereit. Mit den Geldern, die ab 2011 zur Verfügung stehen, werden vor allem herausragende Gemeinschaftsprojekte der beiden medizinischen Fachbereiche mit Laufzeiten von bis zu drei Jahren gefördert. Das Themenspektrum reicht von neuen Therapiestrategien zur Behandlung von Schlaganfall bis zur Entwicklung von gezielten Trainings, die Patienten mit Depressionen helfen sollen.
Der Gießener Urologe Prof. Dr. Wolfgang Weidner wird zum Vizepräsidenten der Stiftung bestellt und folgt damit Prof. Dr. Friedrich Grimminger im Amt, der zum Gründungsvorstand gehörte und seit 2006 für die Stiftung tätig war.
Nach fünfjähriger Amtszeit übergibt Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard, der die Stiftung aufgebaut hat, das Präsidentenamt an den ehemaligen Bundesminister Friedrich Bohl, der zum neuen Präsidenten bestellt wurde.
2012
Die Von Behring-Röntgen-Stiftung bewilligt in ihrer 5. Förderrunde acht neue Forschungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Millionen Euro. Die Themen der geförderten Projekte reichen von der Erforschung von Krebsstammzellen, die neue Erkenntnisse zu Tumorwachstum und Metastasierung liefern soll, bis zu Untersuchungen zum Einfluss von Meditation auf die Hirnstruktur, die direkten therapeutischen Einsatz bei der Behandlung stressbedingter Erkrankungen finden können.
