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Chronik

2006

Die Von Behring-Röntgen-Stiftung wird vom Land Hessen am 8. September 2006 als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit einem Stammkapital von 100 Millionen Euro errichtet. Ziel ist die Förderung der Hochschulmedizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Philipps-Universität Marburg.
Zu Vorstandsmitgliedern werden Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard als Präsident und Prof. Dr. Hans-Dieter Klenk und Prof. Dr. Friedrich Grimminger als Vizepräsidenten bestellt.
Als Namenspatrone der Stiftung werden Emil von Behring und Wilhelm Conrad Röntgen gewählt, die die Medizinstandorte in Marburg und Gießen repräsentieren. Der Bakteriologe und Serologe Emil von Behring, der das Serum gegen Diphtherie erfand, ist Gründer der Behring-Werke in Marburg. Wilhelm Conrad Röntgen, der die X-Strahlen entdeckte, war von 1879 bis 1888 Professor für Physik in Gießen. Beide erhielten 1901 den Nobelpreis: Emil von Behring für Medizin oder Physiologie, Wilhelm-Conrad-Röntgen für Physik.

2007

Die Stiftung bezieht im Juni ihre Geschäftsstelle im Marburger Landgrafenschloss. Im Dezember nimmt sie zum ersten Mal Förderanträge entgegen. Mit über 100 eingereichten Anträgen ist die Resonanz auf die Ausschreibung sehr positiv.

2008

Der wissenschaftliche Beirat konstituiert sich im Februar 2008. Seine Aufgabe ist die Beratung der Stiftung bei allen fachlichen Angelegenheiten, insbesondere der Verwendung der Gelder für Förderungen.
Die Stiftung spricht erstmals Förderzusagen aus. Bewilligt werden 10 umfangreiche Forschungsprojekte, ein Von Behring-Röntgen-Fellowship, zwei Symposien und drei Reisebeihilfen. Insgesamt stellt die Von Behring-Röntgen-Stiftung in ihrer 1. Förderrunde rund 2,6 Millionen Euro zur Verfügung.

2009

Mit rund 1 Million Euro werden in der 2. Förderrunde acht medizinische Forschungsvorhaben mit Laufzeiten von bis zu drei Jahren unterstützt. Von Allergieprävention im Kindesalter bis zur Entwicklung neuer diagnostischer Verfahren zur Erkennung der Alzheimererkrankung reichen die Themen der Projekte, die der zweiten Förderrunde erfolgreich sind. Zusätzlich vergibt die Stiftung ein Von Behring-Röntgen-Fellowship in Höhe von 600.000 Euro und beteiligt sich mit jeweils bis zu 50.000 Euro an zwei Von Behring-Röntgen-Symposien.
Erstmalig vergibt die Stiftung Von Behring-Röntgen-Nachwuchspreise und ehrt damit herausragende Leistungen auf dem medizinischen Gebiet. Die mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro verbundenen Auszeichnungen gehen an Dr. Malgorzata Wygrecka aus Gießen und Dr. Thomas Strecker aus Marburg.

2010

14 Forschungsprojekte mit einem Fördervolumen von insgesamt 1,7 Millionen Euro werden in der 3. Förderrunde der Stiftung gefördert. Dabei reichen die Themen von neuen Verfahren zur Erkennung von Epilepsien über die Qualitätssicherung bei Magnetresonanztomographie bis zu Netzhauterkrankungen. Mit Von Behring-Röntgen-Nachwuchspreisen werden Dr. Stephanie Lefèvre aus Gießen und Dr. Ivica Grgić aus Marburg geehrt.
Erstmals verleiht die Von Behring-Röntgen-Stiftung eine Von Behring-Röntgen-Forschungsmedaille für die Lebensleistung eines herausragenden Wissenschaftlers in der medizinischen Forschung. Preisträger ist der Gießener Anatom Prof. Dr. Dres. h.c. mult. Andreas Oksche.

2011

Rund 1,6 Millionen Euro stellt die Von Behring-Röntgen-Stiftung in ihrer 4. Förderrunde für neun medizinische Forschungsprojekte an der Philipps-Universität Marburg und der Justus-Liebig-Universität Gießen bereit. Mit den Geldern, die ab 2011 zur Verfügung stehen, werden vor allem herausragende Gemeinschaftsprojekte der beiden medizinischen Fachbereiche mit Laufzeiten von bis zu drei Jahren gefördert. Das Themenspektrum reicht von neuen Therapiestrategien zur Behandlung von Schlaganfall bis zur Entwicklung von gezielten Trainings, die Patienten mit Depressionen helfen sollen.
Der Gießener Androloge und Urologe Prof. Dr. Wolfgang Weidner wird zum Vizepräsidenten der Stiftung bestellt und folgt damit Prof. Dr. Friedrich Grimminger im Amt.
Mit Von Behring-Röntgen-Nachwuchspreisen werden Dr. Sebastian Michael Kerzel und Dr. Christina Nassenstein für ihre besonderen Leistungen in der medizinischen Forschung geehrt. Nach fünfjähriger Amtszeit übergibt Gründungspräsident Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard das Amt an den ehemaligen Bundesminister Friedrich Bohl, der zum neuen Präsidenten bestellt wurde.
Die Stiftung richtet ein Förderprogramm für Studierende ein. Mit "Stipendien für Abiturbeste" zeichnet sie Deborah Albrecht und Ann-Christin Peter aus. Die Stipendien sind mit einer Zuwendung von 500 Euro pro Semester verbunden und werden an herausragende Abiturienten aus Hessen vergeben, die ihr Medizinstudium an der Justus-Liebig-Universität Gießen oder der Philipps-Universität Marburg aufgenommen haben. Zusätzlich beteiligt sich die Stiftung an dem neu eingerichteten Deutschlandstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und unterstützt an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Philipps-Universität Marburg jeweils drei Medizinstudierende.

2012

Die Von Behring-Röntgen-Stiftung bewilligt in ihrer 5. Förderrunde acht neue Forschungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Millionen Euro. Die Themen der geförderten Projekte reichen von der Erforschung von Krebsstammzellen, die neue Erkenntnisse zu Tumorwachstum und Metastasierung liefern soll, bis zu Untersuchungen zum Einfluss von Meditation auf die Hirnstruktur, die direkten therapeutischen Einsatz bei der Behandlung stressbedingter Erkrankungen finden können.
Die Stiftung würdigt herausragende Leistungen in der medizinischen Forschung: Zum vierten Mal werden Von Behring-Röntgen-Nachwuchspreise verliehen. Die mit 2.500 Euro dotierten Preise erhalten die Marburger Dr. Sören Krach, Dr. Aparna Renigunta, Dr. Sebastian Irle und der Gießener Dr. Nico Lübbing.
Die zum zweiten Mal verliehene Von Behring-Röntgen-Forschungsmedaille für die Lebensleistung in der Medizin geht an den ehemaligen Marburger Universitätspräsidenten Prof. Dr. Horst F. Kern.
Zum zweiten Mal unterstützt die Stiftung herausragende Abiturienten mit Stipendien. 500 Euro für die ersten vier Semester ihres Medizinstudiums erhalten Özgün Tanrikulu, Lucy Bischofsberger und Franziska Müller, die an der Justus-Liebig-Universität Gießen ihr Studium aufgenommen haben, sowie Marcel Mayer, der an der Philipps-Universität Marburg Medizin studiert.

2013

In ihrer 6. Förderrunde bewilligt die Von Behring-Röntgen-Stiftung 1,5 Millionen für 10 Forschungsprojekte, die gemeinsam von Wissenschaftlern der beiden medizinischen Fachbereiche Gießen und Marburg durchgeführt werden. Mit Von Behring-Röntgen-Nachwuchspreisen in Höhe von 5.000 Euro für besondere Forschungsleistungen in der Medizin werden Dr. Christian Baarlink aus Marburg und Dr. Gabriela Krasteva-Christ aus Gießen geehrt. Die Von Behring-Röntgen-Stiftung unterstützt zum dritten Mal Abiturbeste. Jan Philipp Bodenbender und Inga Lena Gabriel erhalten eine Zuwendung von 500 Euro pro Semester über zwei Jahre.

2014

1,3 Millionen Euro werden in der 7. Förderrunde der Von Behring-Röntgen-Stiftung für acht Forschungsprojekte bewilligt. Gefördert werden Projekte von Nachwuchswissenschaftlern, Gemeinschaftsprojekte von Wissenschaftlern der Medizinstandorte Gießen und Marburg, ein Lehrprojekt im Bereich der Kliniken sowie erstmals ein interdisziplinäres Projekt unter Leitung der zahnmedizinischen Kliniken. Unter dem Dach der Von Behring-Röntgen-Stiftung errichten Prof. Dr. Karl Joachim Netter und Prof. Dr. Dr. Petra Netter den Netter-Stiftungsfonds. Dr. Benjamin Straube aus Marburg wird mit dem mit 5.000 Euro dotierten Nachwuchspreis geehrt. Prof. Dr. Werner Seeger aus Gießen erhält die Von Behring-Röntgen-Forschungsmedaille für seine Lebensleistung in der medizinischen Forschung. Bereits zum vierten Mal werden Abiturbeste mit Stipendien unterstützt. Neben Roxana Assadnazari werden Till Kracht, Sophie Hölscher und Julia Anna Schubert mit jeweils 500 Euro pro Semester über zwei Jahre gefördert.

2015

Über 1,6 Millionen Euro für insgesamt 10 Projekte erhalten die Marburger und Gießener Wissenschaftler in der 8. Förderrunde der Stiftung. Mit Prof. Dr. Heribert Kentenich, Berlin, und Prof. Dr. Frank Lammert, Homburg/Saar, werden zwei neue Mitglieder in den wissenschaftlichen Beirat der Stiftung gewählt. Prof. Dr. Wolfgang Weidner wird zum Dekan des Fachbereichs Medizin in Gießen gewählt und scheidet aus dem Vorstand der Von Behring-Röntgen-Stiftung aus. Neue Vizepräsidentin ist die Augenärztin Prof. Dr. Birgit Lorenz, die in Gießen die Augenklinik leitet. Die Von Behring-Röntgen-Nachwuchspreise für besondere Forschungsleistungen in der Medizin werden an Dr. Poornima Mahavadi aus Gießen und Dr. Silvia Bicker aus Marburg verliehen. Ein Stipendium für Abiturbeste erhalten die hessischen Abiturienten Anne Brunst, Marcel Schauermann und Jan Otto Heiland.

2016

13 medizinische Forschungsprojekte mit Laufzeiten von bis zu drei Jahren und einer Gesamtfördersumme von 2,7 Millionen Euro werden von der Stiftung bewilligt.
Im Rahmen eines Festakts feiert die Stiftung am 8.9.2016 ihr 10-jähriges Bestehen. Für seine Lebensleistung in der Medizin wird an diesem Tag der Marburger Onkologe Prof. Dr. Andreas Neubauer ausgezeichnet. Mit Von Behring-Röntgen-Nachwuchspreisen werden Dr. Christin Peteranderl, Dr. Linda Falgenhauer und Dr. Brajesh Kaistha geehrt. Ein Stipendium für Abiturbeste erhalten Sophie Hermann, Annalena Knoblauch, Carolin Lehnert, Moritz Bögel und die beiden Syrer Olla Hayas und Ayoub Skaff.

2017

Mit rund einer Million Euro werden in der 10. Förderrunde 6 Forschungsprojekte unterstützt. Prof. Dr. Utz Fischer tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Reinhard Lührmann im wissenschaftlichen Beirat der Stiftung an.
Mit einer Spende in Höhe von 2.500 Euro unterstützt die Volksbank Mittelhessen das Engagement der Von Behring-Röntgen-Stiftung in der Nachwuchsförderung.
Für die Auszeichnung mit Von Behring-Röntgen-Nachwuchspreisen werden Dr. Ying Wang, Marburg, und Dr. Benedetto Daniele Giaimo, Gießen, ausgewählt. Zum siebten Mal werden Abiturbeste aus Hessen, die in Gießen oder Marburg ihr Medizinstudium aufgenommen haben, mit Stipendien unterstützt. Gefördert werden Barbara Rieß, Jonas Einloft, Selahattin Görkem Bayindir, Mirjam Wagner, Joana Zoe Paulke und Julia Muth.

2018

In ihrer 11. Förderrunde bewilligt die Von Behring-Röntgen-Stiftung eine Million Euro für sechs Forschungsprojekte, die von Nachwuchswissenschaftlern oder gemeinsam von Wissenschaftlern der beiden medizinischen Fachbereiche Gießen und Marburg durchgeführt werden.

Mit Von Behring-Röntgen-Nachwuchspreisen werden zwei Gießener Wissenschaftler geehrt. Privatdozent Dr. Oliver Dörr und Dr. Elie El Agha erhalten jeweils 5.000 Euro in Anerkennung ihrer Forschungsleistungen in der Medizin. Der Gießener Biochemiker Prof. Dr. Klaus T. Preissner wird für seine Lebensleistung in der Medizin mit der Von Behring-Röntgen-Forschungsmedaille geehrt.

Vier Medizinstudierende aus Gießen und Marburg erhalten das Abiturbestenstipendium für vier Semester: Anetta Rabaev, Julia Natascha Ishaque, Nils Schlottog und Tom Heppe.

2019

Rund 1,5 Millionen Euro erhalten neun Projektleiter für ihre medizinischen Forschungsprojekte an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Philipps-Universität Marburg in der 12. Förderrunde.

Staatsministerin Angela Dorn wird zur neuen Kuratoriumsvorsitzenden gewählt. Neu im Wissenschaftlichen Beirat ist der Lübecker Virologe Prof. Dr. Norbert Tautz.